
von Otti Webmajestix

Wir schreiben das Jahr 2003 n. Chr. Das ganze Rheinland ist von den Preußen und ihrer Musik besetzt ... das ganze Rheinland? Nein! Ein kleines Städtchen am Mittelrhein widersetzt sich mit einer bekannten Blasmusikboygroup und ihrem Fanclub erfolgreich den Eindringlingen.

Ansicht von Oncale

Es ist noch dunkel in Oncale, als sich unsere Helden zu ihrem geheimen Treffpunkt aufmachen.

Im Schutz der Dunkelheit erreicht Lotharix der Ratsherrenfan die Taverna Panis.

Zu seiner großen Freude wird er hier bereits erwartet. "Das dürfte ein höchst interessanter Tag werden", denkt Lotharix.

"Ob mich heute wohl die Muse küsst?"


Doch die drei Musen sind nicht allein. Der Bewohner eines benachbarten Bergdorfes, der sich ebenfalls der Pflege des rheinischen Liedgutes verschrieben hat, ist bereits anwesend.

Als sich Lotharix umsieht, erblickt er auch die weiteren Helden unserer Geschichte: Die sagenumwobenen Ratsherren, die Anno 1984, eben in jenem Oncale, das Licht der Welt erblickten, und natürlich den Ratsherrenfanclub.

Wohl gestärkt machen sich die Gefährten auf den Weg nach Verona Secunda. "Warum beginnen die Geschichten von Otti Webmajestix immer so früh", sagt sich Martinifix, das Maskottchen des Fanclubs.

Die wackeren Recken bereiten sich noch rasch - natürlich jeder für sich - auf die große Schlacht zur Rettung wahren rheinischen Brauchtums und Liedgutes vor: Im Bild Guidomix der Bergdorfbewohner und Otti Webmajestix.

Doch kaum gelangen unsere Helden in ein sowohl zeitgenössisches wie zeitverzögertes Fortbewegungsmittel unserer Tage, als sie schon die erste Herausforderung zu bestehen haben: Ein Burschenverein mit fremdrheinischem Akzent fordert zum musikalischen Duell.

Doch die erste kleine Schlacht ist rasch gewonnen. Nun heißt es, den Stützpunkt "Trans Rhenum" zu erreichen.


Angeführt von Wutzefix gelangen unsere Helden durch einen Geheimgang zur Taverne von Balu, dem verwegenen Wirt.

Balu ist in Wirklichkeit ein Druide. Kaum erreichen die Verteidiger rheinischer Lebensart die Taverne, reicht er ihnen seinen Zaubertrank. Nur Wutzefix muss seinen Kelch wieder abgeben, weil er ja als kleines Kind in den Zaubertrankkessel gefallen ist.

Doch die anderen stärken ihre musikalischen Kräfte.

Schließlich zeigt der Zaubertrank erwartungsgemäß seine Wirkung. Zuerst bei Thorstenix langsam ...

... dann etwas mehr bei Peterix ...

... und schließlich bei allen anderen auch.

Mit solch übermenschlichen Kräften versehen, können die Ratsherren den Kampf um das rheinische Liedgut gelassen angehen. Deshalb bedanken sie sich rasch bei ihrem Druiden ...

... und machen sich auf den Weg über den großen Strom nach Verona Secunda.


In Verona Secunda angekommen, nehmen unsere Helden sogleich den Kampf auf. In geschlossener Formation rücken sie in Richtung Forum vor.

Wissenschaftler der ortsansässigen Universität haben daraufhin die These aufgestellt, die Schildkrötenformation der römischen Legionen sei hier adaptiert worden, um eine entsprechende akustische Abwehrstellung einnehmen zu können.

Doch schon bald gehen die Ratsherren in offener Formation in die Schlacht.

Otti Webmajestix erklimmt kurzerhand den Avernerschild und bläst zum Angriff.

Nach einiger Zeit merken unsere Helden allerdings, dass die Kräfte des Zaubertranks nachlassen. Wie gut, dass es in Verona Secunda weitere rheinische Druiden gibt, die gerne bereit sind, ihre Braukünste den Ratsherren und ihrem Fanclub zu beweisen.

Mit neuen Zauberkräften versehen gelingt es Otti Webmajestix mittels einer Flüstertüte, magische musikalische Wendungen so in die Ohren der Passanten zu träufeln, dass ihre Hände - von ihnen selbst nahezu unbemerkt - in ihre Taschen gleiten und Münzen sowie Scheine in einen der zauberhaften Zylinder werfen.


Bald aber schon merken die Ratsherren, der Fanclub und natürlich Lotharix, dass die Auffrischung des Zaubertranks nur unzureichend war. So machen sie sich schließlich auf in eine der bekanntesten Druidenküchen der Stadt. "Das war aber Rettung in letzter Minute", sagt Lotharix. Und auch die drei Musen haben sich an den Zaubertrank schnell gewöhnt.

Wunderheiler Dirknix erläutert daraufhin in der Druidenküche die Zaubertranklehre:
Zaubertrank büßt durch den Faktor Zeit geringere Wirkung ein, als er durch seine Zufuhr im selben Zeitraum hinzugewinnt.
Klar? Hier das Ergebnis:

Allerdings darf niemals nie nicht ein Ratsherr, der als Kind in den Zaubertrankkessel gefallen ist, Zaubertrank erhalten. Die Folgen könnten verheerend sein ...

Das spornt Peterix zu einem Solo an und er legt sich so richtig ins Zeug.

Am Ende singt Otti Webmajestix noch einmal: "Et hätt noch immer joht jejange."

Dann endlich beenden unsere die Ratsherren mit ihren Getreuen erfolgreich die musikalische Schlacht zur Rettung des rheinischen Liedgutes.


Es dämmert bereits, als unsere Helden das Städtchen Oncale an den Ufern des Rheines erreichen.

Florianix und Philipix(el) treibt beim traditionellen Gelage am Ende der Geschichte nur noch die eine Frage um:
Hat ihn nun die Muse geküsst ... oder nicht?

Doch das bleibt wohl das Geheimnis von Lotharix und den drei Musen.
Fine
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